2014   

Dieses Jahr wird als ein Großes in meinen astronomischen Langzeitkalender eingehen!

Im Selbstverlag realisierte ich das 156-seitige Fotobuch Licht | Raum | Zeit. Band 1: Astrofotografie 1999 - 2014.
 
In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember beobachtete ich mit Ulf Wossagk und Matthias Knülle die Geminiden. Hierzu fuhren wir mit einem Großaufgebot an Kameras auf die Schliersbergalm über dem Schliersee auf 1060 m Höhe. Dabei hatte die von Matthias gebaute Kleinbild-Kamerabatterie ihr First Light; außerdem kam meine All-Sky-Kamera ALSK zum Einsatz sowie meine Sony Alpha 7S für Videoaufnahmen. Leider war der Himmel weitgehend zugezogen, sodass gute fotografische Bildergebnisse ausblieben. Aber visuell konnten wir insgesamt 16 Meteore sichten. Die Auswertung dauert noch an.

In der Nacht vom 22./23. November nahm ich an einem Beobachtungsflug für Polarlichter über dem Nordatlantik teil. Hierbei filmte ich - First Light - mit meiner gerade gekauften Sony Alpha 7S erstmals Polarlichter in Echtzeit. Über den Beobachtungsflug drehten Katrin Richthofer und Kersten Hüttner, die mich begleiteten, einen Fernsehbeitrag, der noch fertiggestellt wird.

Auf der 33. Planeten- und Kometentagung auf Burg Rothenfels am 15. November 2014 hielt ich einen Vortrag über Kamera- technologie.

Im August fuhr ich für einen Woche nach La Palma. Vom Balkon meines Hotels aus hatte ich am frühen Morgen des 1. September das Glück, einen explodierenden Meteor im Video aufnehmen zu können. Hierfür hatte ich mir eine Sony Alpha 7S meiner Hochschule zum Test ausgeliehen. Insgesamt konnte ich mit der 7S in 2 1/2 Std. nicht weniger als 39 Meteore verschiedener Ströme im Video aufnehmen. Während meines einwöchigen Aufenthalts realisierte ich außerdem Sonnen- und Deep-Sky-Aufnahmen, die zum Teil noch bearbeitet werden müssen. Bei den Sonnenaufnahmen hatte meine neue DSLR Sigma SD1 ihren ersten Einsatz. Sehr schön war eine enge Begegnung des Mondes mit Saturn am Abend des 31.8. Natürlich besuchte ich auch, wie schon 2012, die Observatorien auf dem über 2.400 m hohen Roque des los Muchachos. Danach kaufte ich mir selbst eine Sony Alpha 7S.

Eine echte Weltneuheit gab es in den frühen Morgenstunden des 24. Mai: Zum ersten Mal flog die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch die Staubwolke, die der Komet 209P/LINEAR hinterlassen hatte. Die Staubteilchen verursachten einen neuen Meteorstrom: die Camelopardaliden. Da das Maximum etwa um 7:30 Uhr erreicht wurde, war der Strom nur von Nordamerika aus gut zu beobachten. Doch einen recht hellen Camelopardaliden konnte ich mit einer hochempfindlichen digitalen Filmkamera vom Typ Canon C 300 von meiner Dachterrasse aus aufnehmen. Diese Aufnahme wurde von Forschern des SETI-Instituts der NASA zur Auswertung angefordert.
 
Am 6. Juni besuchte ich die Sternwarte Radebeul.

In der Neumondphase im März fuhren Matthias Knülle und ich für ein paar Tage auf die Sternwarte Gahberg am Attersee im Salzkammergut. Wegen des ungewöhnliche milden Winters lag hier - im Gegensatz zu Königsleiten und der Emberger Alm - kein Schnee mehr. Allerdings hatten wir nur einen guten Tag, den wir für Sonnenaufnahmen nutzen konnten, ansonsten war es bedeckt.
 
Am 25. Februar konnte ich von meiner Dachterrasse aus eine Aufnahmesequenz des Jupiter machen, die die Rotation seiner vier hellen Monde zeigt. Weitere Jupiteraufnahmen machte ich am 7., 8., 13. und 14. März sowie in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar.
 

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Stand: 2.1.2015